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In der Novelle "Kleider machen Leute" von Gottfried Keller aus dem Jahre 1866 geht es um einen armen Schneider, der wegen seines gepflegten Aussehens ungewollt für einen Grafen gehalten wird und sich in eine angesehene Frau verliebt, die ihm nach seiner Entlarvung trotz des Standesunterschiedes treu bleibt, und der den sozialen Aufstieg und den wirtschaft lichen Erfolg erlebt... "Kleider machen Leute" ist als Redensart verankert, und der Effekt, dass gepflegte Kleidung den Träger erfolgreicher und wichtiger erscheinen lässt und so zu einer bevorzugten Behandlung führt, ist zeitlos und heute |
In seinen Wurzeln geht die Redensart auf den römischen Rhetoriklehrer Quintilian zurück, der seinen Schülern ans Herz legte: "vestis virum reddit" (Die Kleidung macht den Mann).
Vor allem im Berufsleben und bei bestimmten gesellschaftlichen Anlässen wird heute wieder vermehrt auf eine korrekte und gepflegte Bekleidung Wert gelegt. Wenn man bedenkt, dass man einen Menschen zu 55 % nach der äusseren Erscheinung be- oder verurteilt und das in nur 3 Sekunden! 38% verbleiben für die Stimme und 7% für den Gesprächsinhalt.
Anlässlich eines Kongresses hielt ein Schauspieler, der glänzend aussah und sehr gut gekleidet war das Referat. Er trug es mit bewegter Stimme vor und die entsprechende Gestik und Mimik passten absolut dazu. Alle Zuhörerinnen und Zuhörer hingen an seinen Lippen. Der Applaus war entsprechend gross. Der Inhalt des Referates war aber nicht zusammenhängend und gespickt mit Wörtern, die gar nicht existieren. Die Präsentation war ein voller Erfolg. Und dies lediglich aufgrund des Aussehens, des Erscheinungsbildes und des Auftretens des Referenten. Der Inhalt des Referates...
Jeder Berufstätige präsentiert in irgendeiner Form die Firma nach Aussen. Viele möchten in einem Unternehmen arbeiten, das qualitativ hoch stehende Produkte oder Dienstleistungen anbietet, einen guten Ruf geniesst und bekannt ist. Das wiederum verpflichtet jeden Einzelnen das Unternehmen mit dem persönlichen Erscheinungsbild, guten Umgangsformen und fundierten Fachkenntnissen zu präsentieren. Kleider machen Leute!
Viele Leute wollen sich nicht in "eine Uniform" sprich Anzug, Krawatte oder Kostüm einzwängen lassen. Das muss auch nicht sein. Es gibt genügend Möglichkeiten, sich korrekt und gepflegt zu präsentieren, auch ohne Anzug. Es hängt stark davon ab, wen man besucht und was man von dieser Person (Lieferant oder Kunde) wünscht. Will man kompetent auftreten, ist der schwarze (dunkelblaue oder graue) Anzug/Kostüm und weisses Hemd/Bluse angesagt. In früheren Zeiten galten der Pfarrer und der Richter als Respektspersonen, und diese waren schwarz angezogen. Natürlich gilt man nicht automatisch als Respektsperson, wenn man schwarz angezogen ist, denn Auftreten, Ausstrahlung und Fachkompetenz gehören dazu.
Je nach Branche darf es etwas lockerer sein. Dezente Farben, ein guter Schnitt, qualitative hochwertige Stoffe und passende Accessoires sind eine Pflicht. Zudem sollten sie farblich abgestimmt sein und der Stil der Kleidung sollte der Person entsprechen, die sie trägt. Eine gewichtige Dame wirkt unsicher auf hohen Stilettos, Aufschläge an den Hosen kürzen optisch das Bein, ein grosser Kragen drückt eine kleine Person in den Boden. Alles Details, die das Gesamtbild verändern, ob zu Ihrem Vor- oder Nachteil.
Bummelt man durch die Strassen, fallen ganz bestimmte Dinge auf: die Farbe der Kleidung zum Beispiel, das auffällige Muster und wie viel Haut zu sehen ist (Miniröcke, Décolleté). All diese Aspekte ziehen unsere Blicke an und bewegen uns zu einer fast instinktiven (Fehl-) Interpretation und Wertung.
Die Farben spielen bei der Bekleidung eine wichtige Rolle. Einerseits die Farbe an und für sich und anderseits die Farben, die persönlich zu jedem einzelnen Menschen passen (Farbtyp). Eventuell kann eine Dame im roten Kostüm oder Hosenanzug einen völlig falschen Eindruck hinterlassen. Rot ist ja die Farbe der Liebe, Aggression, Wut usw. und je nach Auftritt kann dies positiv oder negativ gewertet werden. Jedoch kann ein Schal, eine Krawatte durchaus rot sein und Energie demonstrieren. Wieso tragen fast alle Politiker rote Krawatten? Blau wirkt seriös und grün entspannt!
Im Geschäftsleben gibt es gewisse Richtlinien, die berücksichtigt werden sollen. Zum Beispiel die Länge der Krawatte, der Hose und der Jacke, die Farbe der Strümpfe oder Socken. Wie tief darf das Décolleté sein und sind Hemden mit kurzen Ärmeln erlaubt? Trägt Mann/Frau Schmuck, sind Pearcings erlaubt? Was tun, wenn der Gürtel (zu) eng ist? Fragen über Fragen, mit denen sich viele Leute konfrontiert oder überfordert fühlen.
Wir lassen uns gerne von den Modetrends und den Modefarben beeinflussen. Doch woher kommen diese Modetrends? Die Mode wird durch die "Idole" unserer Zeit "gemacht". Die Show-Branche ist tonangebend was trendig ist. Trägt ein Filmstar noch so schrecklich aussehende "Latschen" ist es "in". Ob stilgerecht oder nicht, Mode wird zelebriert. Dabei ist die Frage: will man mitmachen und aussehen wie alle anderen - schön oder weniger schön. Bekannte Labels sind ebenfalls keine Lösung, seine Persönlichkeit zu unterstreichen.
Wichtig ist, dass jede einzelne Person ihren persönlichen Stil und die zu ihr passenden Farben findet. Auf die Beratung im Kleidergeschäft kann man sich nicht immer verlassen. Hat man seine ganz persönliche Garderobe zusammengestellt, ist es ein Leichtes, mit einem kleinen Koffer zu reisen und trotzdem immer anlassgerecht und individuell angezogen zu sein. Um sich locker und sicher im Geschäftsleben zu bewegen, ist eine persönliche Beratung eine gute, langfristige Investition.
Während einer Beratung lernen Sie Ihren persönlichen Kleiderstil (was kann zusammen getragen werden, Proportionen, Muster usw.) kennen, erfahren welche Farben Ihnen am bestens schmeicheln und wie Sie ein typengerechtes Make-up auflegen.