
Ein Stellen-Blog ist eine Internet Seite, die es dir ermöglicht, durch verschiedene chrononologische Angaben den Stellenanbietern dein Know-How und deine Kenntnisse vorzustellen. Warum sollte man einen Stellen-Blog erstellen? Eine professionelle Ausstrahlung im Internet kann sich lohnen, weil manche Personalberater den Reflex haben, die Namen der Kandidaten über Google zu suchen. Es ist besser, wenn deine professionelle Internet-Seite zuerst in den Suchergebnissen erscheint, und nicht deine Freizeitfotos auf Facebook oder andere Bilder von dir. Mache regelmässig einen Test, um zu sehen, welches Bild von dir durch die Suchsoftware dargestellt wird.
Du kannst dich für einen einfachen CV-Blog entscheiden: ein Schaufenster, das dein Studium, deine Praktika und deine Realisationen präsentiert. Oder du kannst einen Stellen-Blog entwerfen, was mehr Zeit benötigt, aber wo du auch Auskunft über Aktuelles aus deinem Geschäftsfeld erteilst, um deine Erfahrung zu zeigen und um auf den Laufenden zu bleiben. Bevor du dich da hineinstürzt, musst du deine Objektive festsetzen: was ist dein Ziel? Bereite deine editoriale Linie vor: was du sagen wirst, welchen Ton du benutzen willst, um deine Besucher anzusprechen und, wenn es ein Stellen-Blog ist, welche Nachrichten du kommentieren wirst. Dieser Blog kann dir helfen, deine Fähigkeiten für eine erste Stelle zu beweisen, und wenn du schon einen Arbeitsplatz hast, kann er dir auch als Schaufenster für die Zukunft nützlich sein.
Man sollte nicht zu rasch vorankommen, bevor man sein Objektiv und die Leitlinien des Inhaltes aufgeschrieben hat. Bereite Rubriken vor, in denen du deine verschiedenen Angaben zusammenhängend einordnen wirst. Deine Besucher sollten eine Gesamtansicht deines Blogs haben und die gesuchte Information sofort finden. Für den CV-Blog kannst du die Rubriken Ausbildung, professionnelle Erfahrungen, Entwürfe, Gutachten, usw. planen, und für einen Stellen-Blog hängt es von den Themen ab, die du bevorzugen möchtest. Neue Rubriken können im Laufe der Zeit erscheinen, aber es ist wichtig, von Anfang an eine klare und organisierte Vorstellung des Inhaltes zu haben.
Bereite eine "über mich"-Seite vor, auf der du ein synthetisches Porträt und eine Zusammenfassung deiner Vorgehensweise und deiner Ziele publizieren wirst. Vergiss nicht, sie mit einem Foto auf dem du seriös, aber symphatisch aussiehst, zu illustrieren - Das Urlaubs- oder Ausgangsfoto ist zu vermeiden. Trotzdem solltest du dich auf der Hauptseite deines Blogs auch kurz beschreiben, zum Beispiel oben in einer separaten Rubrik. Der Besucher, der auf deine Internet-Seite gelangt, muss sofort verstehen, wer schreibt und warum.
Du solltest den Besuchern auch die Möglichkeit geben, dich per E-mail zu kontaktieren. Üblicherweise befindet sich dieser Link oben rechts oder ganz unten auf der Seite. Er muss dem Besucher ermöglichen, dich zu kontaktieren, ob durch ein Formular, einen aktiven Mail-Link oder einfach den Vermerk deiner Adresse. Du sollst auch überprüfen, dass deine Blog-Plattform über einen RSS-Feed verfügt, der den Besuchern ermöglicht, deine Aktivitäten zu verfolgen, indem sie über Aktualisierungen von deiner Internet-Seite benachrichtigt werden. Die Kommentar-Funktion, eine charakteristische Option der Blogs, sind sehr wichtig, falls du einen Stellen-Blog mit aktuellem Inhalt hast. Eine Gemeinschaft von aktiven Lesern, die sich ausdrücken, ihre Meinung und ergänzende Infos geben können, ist die erste Bedingung einer lebendigen Internet-Seite.
Unterschätze das Design deines Blogs nicht: Du möchtest ein professionelles und seriöses Bild von dir zeigen - vermeide also ein Foto als Hintergrund, suche dir einige Basisfarben aus und behalte einen klaren Stil. Man beurteilt die Professionalität einer Person schnell nach ihrem Aussehen - für deine Internet-Seite ist es das Gleiche. Du würdest nicht mit einem "Superman"-T-Shirt in ein Vorstellungsgespräch gehen, also vermeide auch Gifs auf deiner Internet-Seite. Die Illustrationen müssen makellos sein (sowie die Rechtschreibung - aber muss man das wirklich erwähnen? Die Korrektur durch einen Angehörigen ist Pflicht). Um ein angenehmes Banner darzustellen, kannst du ein Bildverarbeitungsprogramm benutzen und deinen Namen und deinen Beruf in einer blickfangenden Schrift schreiben - ohne zu fantasievoll zu sein.
Im Zeitalter des Multimedia ist das Web die Star. Nutze es also, um deine Angaben zu illustrieren und deinen Inhalt zu verbinden, sei es, um die Navigation auf deinem Blog (interne Links) zu erleichtern oder um die Navigation zu anderen Internet-Seiten zu ermöglichen, die du für interessewürdig hältst oder die ergänzende Informationen bringen (externe Links). Die Tags, Schlüsselwörter deiner Themen, erleichtern auch die interne Navigation. Fünf Tags pro Thema ist ein Maximum. Suche deine Begriffe gut aus, um sie wieder zu benutzen und eine sinnvolle Unterstruktur machen zu können.
Bilder ermöglichen nicht nur, deine Worte zu illustrieren, sondern auch den Text aufzulockern, das Auge anzuziehen und die Lektüre deines Textes angenehmer zu machen. Standardbilder - kostenlos auf den Datenbanken erhältlich - können dir ermöglichen, Themen zu illustrieren, für welche du selber keine Bilder hast.
Falls du dich für einen einfachen CV-Blog entschieden hast, kannst du ihn im Laufe deiner Erfahrungen aktualisieren - wenn du ihn nicht aufgegeben hast (letzte Ergänzung vor einem Jahr...) brauchst du den Inhalt nicht regelmässig zu ergänzen.
Falls es sich um einen Stellen-Blog handelt, solltest du aber probieren, wöchentlich Neuheiten zu publizieren, um dich als Experte zu positionieren und damit zu zeigen, dass du das Thema beherrschst.
Auf diese Weise haben deine Leser immer etwas zu lesen - und du beweist, dass du tatsächlich immer auf dem neusten Stand bist.
In den Suchprogrammen gut plaziert zu sein ermöglicht dir, neue Besucher zu gewinnen. Dafür ist der Titel der Internet-Seite das Hauptkriterium: trage deinen Namen und deinen Beruf ein, sowie die repräsentativsten Wörter deines Bereiches. Überlege umgekehrt: was wird dein Zielpublikum auf Google eingeben? Diese Wörter müssen in deinem Titel oder in den ersten Linien des Textes vorkommen, da es diejenigen sind, die in den Suchergebnissen erscheinen. Webmastereinstellungen ermöglichen es, die Progression der Anzahl der Besucher, die verbrachte Zeit auf der Internet-Seite, die Anzahl der angeschauten Seiten, usw. zu verfolgen.
Neue Besucher können dadurch angezogen werden, dass man Links zu anderen Blogs einfügt, die im gleichen Bereich tätig sind, und sich somit in ein Netzwerk einträgt. Es ist auch hilfreich, in den Blogs anderer Experten konstruktive Kommentare zu hinterlassen und dabei einen Link zu deiner eigenen Internet-Seite einzutragen, denn somit wird dieser Leser-Kreis auf dich aufmerksam.
Melde dich in sozialen Netzwerken an, wie Linked In oder Viadeo: dort kannst du Links für Eintragungen aus deinem Blog publizieren, die deinem professionellen Netz zugänglich sind. Achte allerdings darauf, dein Privat- und Berufsleben nicht durcheinander zu bringen: platziere einen Icon oder einen Link für deine Viadeo oder Linked In Profile auf deinen Blog, vermeide es aber, dein Facebook-Konto, das Myspace deiner Lieblingsband oder deinen Katzenfoto-Blog zu erwähnen - damit nicht alles durcheinander gebracht wird.
Heutzutage ist es nicht die beste Lösung, nur durch Anfügung der Homepage auf ein Stellenangebot zu antworten: man sollte die klassische Methode bevorzugen, indem man einen CV und ein Bewerbungsschreiben schickt, aber man kann darin selbstverständlich die Adresse seiner Internet-Seite angeben. Um mehr Glaubwürdigkeit zu gewinnen, ist es vorzuziehen, eine www.vornamename.com - Adresse auszusuchen. Die Internet-Seite kann in dem CV erwähnt werden, unter der E-mail Adresse und auch als Unterschrift der Kontaktnachricht und des Bewerbungsschreibens. Falls die Dokumente per Internet geschickt werden soll man nicht vergessen, einen anklickbaren Hypertext-Link zu machen.
Man muss sich vorstellen, dass die Arbeitgeber viele Bewerbungen bekommen: sie werden sich vermutlich nicht die Zeit nehmen, deine Internet-Seite anzuschauen, ausser wenn sie dein Profil schon berücksichtigt haben. In diesem Fall bietet dir das Web eine zusätzliche Möglichkeit, dich von anderen zu unterscheiden. Aber dann muss dein Blog auch ergänzende Informationen enthalten. Wenn es nur ein "Copy&Paste" deines CVs ist, nützt es nichts. Du kannst den Inhalt zum Beispiel mit deinen Entwürfen (Bildern, Texten), Details über deine verschiedene Kompetenzen oder Links zu den Internet-Seiten der Unternehmen, für welche du gearbeitest hast, anreichern.
Kleines Plus: du kannst ebenso eine online-Version deines klassischen CVs - einschliesslich den Links zu deinen verschiedenen Angaben - als PDF-Download, anbieten. Diese Web-Version deines Lebenslaufes kann dann bei einer Internet-Bewerbung zusätzlich zur klassischen Variante angeboten werden.