
Eine erfolgreiche Karriere zu haben bedeutet nunmehr, dass man immer bereit sein muss, jede Gelegenheit zu ergreifen, und dass man nicht zu lang dieselbe Stelle behalten soll. Infolgedessen wirst du für jedem Wendepunkt deines Berufslebens gegenüber Leute, die dich noch nicht kennen, dein Fachkönnen unter Beweis stellen müssen. Wie wirst du sie davon überzeugen, dass du derjenige bist, den sie brauchen?
Du wirst dazu gezwungen sein, schnell einen guten Eindruck zu machen, indem du deine Kenntnisse, dein Potential und dein Interesse für die Stelle offenlegst. Es ist aber einfacher gesagt als getan. Dennoch kannst du dir mit einer guten Vorbereitung die bestmögliche Ausgangsbasis sichern.
Obwohl es unmöglich ist, den Verlauf des Anstellungsgesprächs vorauszusehen, sollte man auf einige wichtige Punkte besonders aufpassen. Zuerst - es ist logisch aber wird trotzdem oft unterschätzt - sollte man sich sorgfältig über das gezielte Unternehmen erkündigen: von Geschäftsfeld, Struktur und Organisation ein Bild zu haben ist unumgänglich.
Ausserdem solltest du dich über die Kultur und die Werte der Firma kundig machen, sowie über das Profil, das gesucht wird. Wenn du ein gutes Verständnis des Arbeitsumfelds und der zu besetzende Stelle hast, kannst du dich auch besser verkaufen. Ferner wirst du dann die Möglichkeit haben, ein Paar Fragen für deinen Gesprächspartner vorzubereiten. Dieser wird deinen Einsatz und dein Interesse für das Unternehmen dann bestimmt auch merken.
Während dieser Erkundigungsphase kannst du auch überlegen, wie du dich vorstellen möchtest, und diejenigen Erfahrungen wählen, die der betreffenden Stelle am meisten entsprechen.
Eine der heikelsten Fragen, die während deiner Jobsuche mindestens in einem Anstellungsgespräch auftauchen wird, ist die Frage um deine Stärken und Schwächen. Es ist eine relativ schwierige Frage, die dem Rekruiter vor allem dazu dient, deine Personalität festzustellen. Gegebenenfalls sollst du wissen, wie du dich mit Subtilität "verkaufen" kannst, ohne dass du arrogant oder angeberisch erscheinst. Am besten solltest du den Schwerpunkt auf Fähigkeiten, die im neuen beruflichen Kontext leicht versetzbar sind, legen. Zum Beispiel sind Anpassungsfähigkeit, Flexibilität oder Kommunikationsfähigkeit von den Rekruitern sehr beliebt. Hinsichtlich der Schwächen sollst du dich auch nicht herabsetzen: es geht darum, sie so vorzustellen, dass sie schlussendlich als Qualitäten interpretiert werden können. So wird zum Beispiel ein überspitzter Perfektionismus zur Garantie, dass die Arbeit gut gemacht wird.
Eine weitere Falle ist die Frage nach deinen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Zielen im beruflichen Umfeld. Hier musst du unbedingt in Bezug auf deine eigenen Erwartungen klar und realistisch sein. Wenn du den Eindruck gibst, dass du weißt, was du willst, und dass diese offene Stelle wirklich für den Aufbau deiner Karriere wichtig ist, wird deine Kandidatur wahrscheinlich auch ernster genommen.
Am Ende des Rekrutierungsprozess kommen in der Regel Fragen zum Thema Arbeitsbedingungen (Lohn, Vorteile, Ortswechsel, usw.) Am besten wäre, wenn du dich im voraus über das Einkommensniveau in der Branche erkundigst, um während der Verhandlungen ein Paar Argumente zur Vergleichung zu haben.
Vor allem sollst du zuversichtlich sein, da du gut vorbereitet bist und weil du die notwendigen Kenntnisse für den Job hast. Pass darauf auf, nicht spät anzukommen - es ist für Rekruitern fast immer ein KO-Kriterium. Ein Anstellungsgespräch ist eine stressige Erfahrung, und es wird für dich leichter sein, wenn du fünf Minuten zu früh da bist. Du solltest gepflegt aussehen, aber ohne Übertreibung. Während der Begrüssung sollst du deinem Gesprächspartner die Hand mit Zuversicht drücken. Dann, während dem Gespräch, sollst du ihm immer in die Augen schauen. Versuch es, nicht deine Notizen zu lesen, sei natürlich und führe eine offene Diskussion - ein Gespräch soll beidseitig sein, es ist kein Monolog! Gib kurze und kohärente Antworten, damit der Rekruiter den Überblick nicht verliert. Nenn konkrete Beispiele, die deine Persönlichkeit und Arbeitsweise illustrieren. Du sollst präzise Fragen stellen, die dein Interesse aufzeigen, aber Übergebot ist zu vermeiden. Schliesslich solltest du es versuchen, keine Fragen auszuweichen.
Nach dem Gespräch solltest du die Situation einschätzen. Wenn du immer noch interessiert bist, ist es empfohlen, ein Dankschreiben per E-Mail zu schicken, wo du dein Interesse für die Stelle wiederum feststellst. Falls das Gespräch nicht gut gegangen ist sollst du versuchen zu verstehen wieso es so war. Manchmal klappt es einfach nicht... Immerhin sollst du den Mut nicht verlieren, wenn deine Kandidatur zurückgewiesen wird, sondern weiter suchen. Der Weg zu deinem Traum-Job ist schwierig und voller Hindernisse, und er ist oft mit zahlreichen Anstellungsgesprächen bestreut.