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Du hast bereits zwei Etappen erfolgreich hinter dich gebracht : Du hast eine gute bewerbung verschickt und du bist zu einem bewerbungsgespräch eingeladen worden. Nun musst du dich also in Geduld üben, bevor du eine Antwort vom Arbeitgeber erhältst.Was kannst du in der Zwischenzeit tun? |
Idealerweise hast du am Ende des bewerbungsgesprächs gefragt, wann du eine Antwort bekommst und ob der Arbeitgeber dich kontaktieren wird, oder ob du anrufen musst. Wenn du das nicht getan hast, ist das nicht schlimm, aber ein paar genaue Informationen hätten dir geholfen zu wissen, was zu tun ist.
Schreibe, unmittelbar nach dem Gespräch, deine Eindrücke auf. Notiere alles was dir durch den Kopf geht, zuerst die positiven Aspekte, dann die Dinge, die du weniger gut gefunden hast. Mache dies in bezug auf deine Haltung, die Art wie du auf die Fragen geantwortet hast und was du während des Gesprächs empfunden hast. Du kannst dir die Fragen aufschreiben, die dir schwierig vorgekommen sind. Das Wichtigste daran ist, dir auch Zeit zu nehmen, um diejenigen Dinge aufzuschreiben, die du gut gemacht hast, die Antworten, auf die du stolz bist. und dies auch dann, wenn du das Gefühl hast, das Gespräch sei nicht gut verlaufen. Danach solltest du die Vor- und Nachteile der Stelle abwägen. Zum beispiel kann es sein, dass du die Aufgaben interessant fi ndest, doch das büro zu klein oder die Stimmung unangenehm ist.
Diese Aufgabe wird dir behilflich sein, dich eventuell auf ein weiteres Gespräch vorzubereiten, wo du nochmals geprüft wirst. So verhinderst du, dass du wichtige Informationen vergisst, die im bewerbungsgespräch besprochen wurden.
Nach dem Gespräch kannst du dem Arbeitgeber eine Dankes-Mail senden. Die E-Mail sollte kurz und ohne Argumente sein, um nicht überladen zu wirken. Der Sinn der Sache ist, zu zeigen, dass du wirklich an der Stelle interessiert bist und professionelle umgangsformen hast.
Auch wenn du den Eindruck hast, schon genug getan zu haben, es gibt noch eine Kleinigkeit : Erinnere deinen vielleicht zukünftigen Arbeitgeber an dich. Wenn du am Ende des Gesprächs gefragt hast, wann du eine Antwort bekommst, solltest du nicht in Kontakt treten, bevor diese Zeit verstrichen ist. Wenn diese Dauer aber einmal vorbei ist, hast du das Recht nachzufragen, es liegt an dir einzuschätzen, nach wie langer Zeit du dies tust. Du solltest dem Arbeitgeber ein paar Tage Zeit lassen, aber warte auch nicht zu lange.
Wie verhältst du dich dabei? bevor du anrufst, bereite dich vor und notiere dir auf einem blatt papier was du sagen wirst. Sei höflich, auch wenn der Arbeitgeber den Termin nicht eingehalten hat. Führe nicht ein zweites bewerbungsgespräch am Telefon. Natürlich kannst du ihn darüber informieren, dass du noch weitere Angebote hast, aber du solltest ihm klar machen, dass du in seiner Firma arbeiten möchtest und nicht in einer anderen. Achte darauf, ihm nicht ein ultimatum zu stellen. Das Ziel ist es, ihn nicht unter Druck zu setzen, denn das würde er bestimmt nicht gutheissen.
Falls du Angst davor hast, nicht zu wissen, was du genau sagen sollst oder dich nicht korrekt ausdrücken zu können, solltest du vorher etwas üben. Die beste Methode ist, eine nahestehende person zu bitten, sich in die Rolle des Arbeitgebers zu versetzen und anschliessend zusammen ein Rollenspiel durchzuführen. Diese Übung kannst du so lange wiederholen, bist du dich sicher fühlst. Es ist nicht das Ziel, ein Gespräch auswendig zu lernen, sondern dich an die Situation zu gewöhnen und an Dinge zu denken, an die du vorher vielleicht nicht gedacht hast.
Wenn du eine negative Antwort bekommst, versuche trotz der Enttäuschung höfl ich zu bleiben. Du kannst sagen, dass du weiterhin nach einer Stelle suchst und du verfügbar bleibst. Aus irgendeinem Grund kann es sein, dass es mit dem ausgewählten Kandidaten nicht klappt und die Firma dich wieder kontaktiert. Deshalb ist es wichtig, eine gute beziehung aufrecht zu erhalten. Nimm die Absage nicht zu persönlich, das heisst nicht, dass du nicht gut warst, sondern dass ein anderer Kandidat genau so gut oder besser war.
Du kannst den Arbeitgeber auch um eine genaue beurteilung bitten, um zu erfahren, was er beim Vorstellungsgespräch von dir gehalten hat, was ihm gefallen hat, was er weniger mochte und welche Ratschläge er dir fürs nächste Mal geben kann. Auch wenn es nie sehr angenehm ist, negative beurteilungen zu erhalten, wird es dir trotzdem helfen, dich zu verbessern.
(04.05.2009)