
Hobbys und Interessen sollten im Lebenslauf erfasst werden, da sind sich bewerbungsberater einig. Dieser bereich steht meist am Ende des Lebenslaufs und bietet bewerbern die Möglichkeit, ihrer bewerbung eine individuelle Note zu geben und ihre persönlichkeit greifbarer zu machen. Generell schätzen personalverantwortliche jegliche Informationen, anhand derer sie persönlichkeitsbezogene Kompetenzen des bewerbers einordnen können und etwas über seinen Charakter in Erfahrung bringen. Ausserdem achten personalverantwortliche mehr und mehr auf Gruppenaktivitäten, seien diese nun in Sportclubs oder in anderen Vereinen. Mit Hilfe dieser Angaben erfahren sie etwas über die sozialen Fähigkeiten des bewerbers.
Man sollte diesen Abschnitt des Lebenslaufs also nicht vernachlässigen und während des bewerbungsgesprächs bereit sein, Fragen dazu zu beantworten und zu argumentieren!
Heutzutage lässt sich Wirtschaft von Werten inspirieren, die aus dem bereich des Sports stammen. Die Annäherung dieser beiden bereiche lässt sich durch die Tatsache erklären, dass sowohl in der Wirtschaft als auch im Sport das Streben nach Leistung im Mittelpunkt steht. Vor diesem Hintergrund messen personalverantwortliche vor allem den sportlichen Interessen der bewerber eine besondere bedeutung bei. Jede Art sportlicher betätigung hat im Allgemeinen einen positiven Effekt auf das physische und geistige Wohlergehen der Mitarbeiter. Darüber hinaus verkörpert speziell der Mannschaftssport bestimmte Werte, von denen man glaubt, dass sie zum Erfolg eines unternehmens beitragen: Teamfähigkeit, Kampfgeist, Anpassungsfähigkeit, gegenseitiger Respekt und belastbarkeit.
Die Rubrik "Hobbys und Interessen" kann sehr viel über die persönlichkeit des bewerbers verraten und sollte deshalb nicht als Art Rumpelkammer missbraucht werden. Angaben wie: "Sport, Reisen, Lesen "werden das Interesse der personalverantwortlichen wahrscheinlich nicht wecken. Solche allgemeinen Aussagen sollte man möglichst vermeiden und stattdessen konkrete Aktivitäten aufzählen. Während des Vorstellungsgesprächs sollte man bestenfalls eine Verbindung zwischen den jeweiligen Freizeitaktivitäten und der bewerbung herstellen. Hat man zum beispiel Fussballspielen als Hobby angegeben, könnte man seine Fähigkeit unterstreichen, sich innerhalb eines Teams weiterzuentwickeln. Es lohnt sich also, Tätigkeiten in den Vordergrund zu stellen, die einen positiven Eindruck hinterlassen. Man sollte sich jedoch nicht dazu hinreissen lassen, fiktive Hobbys und Interessen anzugeben. Falls nämlich der personalverantwortliche das vermeintliche Hobby teilt und anhand widersprüchlicher Aussagen den Schwindel aufdecken würde, wären die Konsequenzen verheerend...
Obwohl sich die im bereich des Sports hochgehaltenen Werte mehr und mehr in der Arbeitswelt etablieren, ist die sportliche betätigung weit davon entfernt ein unabdingbares Kriterium zu sein. Zahlreiche andere Informationen sind für personalverantwortliche bei der beurteilung des potentials, der Dynamik sowie der Kommunikations- und Durchsetzungsfähigkeit der bewerber wichtig. Generell kann man jedoch festhalten, dass es von Vorteil ist, Gruppenaktivitäten in den Vordergrund zu stellen.
(04.05.2009)