Ein beziehungsnetzwerk, was ist das? ... der beste Weg zu einem Job. Hier nur für dich: Was es ist, was es bringt, was es zu befolgen gilt, wie man es aufbaut und wie man es erweitert.
Dein ganzer bekanntenkreis: Familie und Verwandte, Freunde, frühere Arbeitskollegen, etc. Wenn du eine Liste dieser Leute aufstellst, wirst du bald bemerken, dass sie sehr Lange wird. Das nennt man dann ein "berufl iches" oder "persönliches" Netzwerk.
Du brauchst nicht die Hälfte der Schweiz zu kennen: 10 personen reichen schon für ein starkes Netzwerk. Qualität ist dabei wichtiger als Quantität.
Zu vielem! Ein Kontaktnetzwerk wird über viele Jahre und durch viele begegnungen gewoben. Ein Netzwerk dient als Hilfe bei vielen Angelegenheiten beispielsweise der Job- und Wohnungssuche. Es liegt also in deinem Interesse, es zu pflegen. Gemäss Fachzeitschriften sind 94% derjenigen, die einen Job fi nden, aufgrund ihres starken Netzwerkes erfolgreich bei der Jobsuche. Man spricht auch von "versteckten Jobs", Jobs, die gar nicht ausgeschrieben werden. Ein Netzwerk kann einem also dabei helfen, an eine freie Stelle zu gelangen, bevor andere davon erfahren und die Firma ein präzises Profil für den Job aufgestellt hat.
Ein starkes Netzwerk besteht aus Kontakten aus unterschiedlichen umfeldern, sodass du möglichst viele perspektiven hast. Deine Liste sollte vorwiegend aus personen bestehen, die dir eine direkte Verbindung zu den berufszweigen bieten, die dich interessieren und die zu deinen Fähigkeiten und Ansprüchen passen. Versuch, mit den betreffenden personen direkt Kontakt aufzunehmen, per E-mail oder telefonisch. Falle nicht sofort mit der Tür ins Haus, sondern führe erst ein wenig Smalltalk. Auch wenn du schon einen Job hast, kann es hilfreich sein, ein Netzwerk in der Firma aufzubauen, in der du arbeitest: Gute beziehungen zum Arbeitsgeber, den Mitarbeitern und den personen aus anderen Abteilungen können dir dabei helfen, befördert zu werden, nicht entlassen zu werden, oder einfach zu wissen, was andere von einem denken.
1. Erste Anlaufstellen: personen, denen du deine pläne vorstellen kannst, um sie nach ihrer Meinung zu fragen.
2. Kundschafter: personen, die dir dabei helfen können, deine pläne der aktuellen Marktlage anzupassen. Sie sind in der selben branche tätig wie du oder kommen aus dem berufsfeld, in dem du arbeiten möchtest.
3. Kontakte mit Einfl uss: personen, die dir direkt zu einer Stelle in einem gewünschten berufszweig verhelfen können, sind die wichtigsten.
Wenn du noch im Studium bist, kapsle dich nicht ab von der Welt! Es ist wichtig, während des Studiums laufend Kontakte zu knüpfen und mit Menschen aus verschiedenen berufen, auch nicht akademischen, zu verkehren, um so mehr über die Arbeitswelt zu erfahren und Verbindungen zu schaffen.
Am Ende deines Studiums, wenn du das Gefühl hast zu wissen, in welche Richtung es dich zieht, verhalte dich disziplinierter und zeig deinen bekanntschaften, welches deine Fähigkeiten sind. Falls du noch unschlüssig sein solltest über deine Zukunft, denk daran, dass dir dein Netzwerk auch berufsideen bieten kann.
Personalberater Cédric Guillet rät zum beispiel, im Internet einen blog zu erstellen oder spezialisierte Foren, Diskussionslisten und Chats zu besuchen, um ein Netzwerk zu erstellen. Vergiss nicht, dass das Internet viele Möglichkeiten bietet, Netzwerke aufzubauen.
Ein solches Netz von beziehungen muss gepfl egt werden, bevor man es benutzt, andernfalls riskiert man, als Opportunist betrachtet zu werden und einer einzigartigen Gelegenheit zu entgehen.
Informier deine bekanntschaft über deine Suche, ohne dabei indiskret zu werden. So kannst du etwas über nützliche Strategien lernen: Sag, was du willst; niemand wird es von selbst erraten. Es ist unerlässlich, neugierig zu sein und Leute kennenlernen zu wollen.
Einmal den Kontakt zu einer person hergestellt, muss man ihn auch aufrechterhalten. um dies zu tun, sollte man sich oft bei der person bemerkbar machen. Sei es nun telefonisch, durch ein nettes Wörtchen ab und zu oder durch Glückwünsche zu Festtagen... Die beziehung darf nicht nur in eine Richtung gehen: Zeig Interesse an anderen und überleg dir, was du ihnen mitteilen willst. Auf gar keinen Fall solltest du direkt Farbe bekennen: Du musst deinen Gesprächspartner auf deine Frage vorbereiten, bevor du sie stellst. Zeig Respekt gegenüber anderen: Eine natürliche beziehung hat mehr Chancen auf Erfolg. Darüber hinaus - etwas Grundsätzliches - ist Höfl ichkeit gefragt. Denn wenn die Informationsbeschaffung auch nicht geglückt sein sollte, bleibst du so deinem Gesprächspartner zumindest gut in Erinnerung. Es ist immer schwierig, jemanden um einen Gefallen zu bitten, den man lange nicht mehr gesprochen hat. Warte nicht Monate, bis du wieder Kontakt aufnimmst!
Ein beziehungsnetzwerk zu erstellen ist eine humanistische Taktik. Man sät Samen aus, die eines (sehr nahen) Tages, Früchte tragen können.
(04.05.2009)