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tipps > Heft 007

Einen berufsberater aufsuchen...

vor dem ersten bewerbungsgespräch?

 

Immer wieder muss festgestellt werden, dass Studierende auf den Eintritt in die berufswelt nur ungenügend vorbereitet sind. Ohne Anhaltspunkte, Erfahrung oder genügende Informationen werden sie plötzlich mit der harten Realität der Arbeitssuche konfrontiert. Wie kann ich meine bewerbung verbessern? Wie wird ein Vorstellungsgespräch geführt? Wie genau soll ich mein zukünftiges berufsbild defi nieren? Es gibt berufsberatungsangebote, welche spezifi sche Dienstleistungen für junge Diplomierte anbieten und ihnen helfen, sich in diesem Dschungel zurechtzufi nden. Es folgt die Beschreibung einer Vorgehensweise, welche von Studierenden oft verkannt wird...

Das Ziel der berufsberatung

Die berufsberatung ist eine Art professionelle begleitung, die den Klienten dabei unterstützen soll, seine Kenntnisse zu vertiefen und seine Leistungen auszuformulieren. Der Coach hilft seinem Klienten dabei, probleme und Hindernisse, welche ihn davon abhalten könnten seine Ziele zu realisieren, zu identifi zieren und diese zu beseitigen. um seinen Klienten dazu anzuregen, die nötigen Veränderungen in die Tat umzusetzen, greift der berater zu verschiedenen Mitteln.

Grundsätzlich soll die berufsberatung für junge Diplomierte dazu dienen, ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. um dies zu erreichen, werden diverse Methoden eingesetzt : personalisierte (Vorstellungs-)Gespräche, Ausbildungsmodule, verschiedene Arten von Tests sowie die Erfassung der Kompetenzen.

Ein zukünftiges berufsbild ausformulieren

Eine erste Schwierigkeit, der sich Studierende stellen müssen, ist die Ausarbeitung der Ziele, welche der Stellensuche zugrunde liegen. Es ist notwendig, sich mit blick auf seine Zukunft für eine bestimmte Orientierung zu entscheiden, um in die Arbeitswelt einzutreten. Hierzu müssen Studierende bereit sein, ihre Stärken und Schwächen zu erkennen, diese offenzulegen und sich darüber klar werden, wie die berufe, für welche sie sich interessieren, in der Realität wirklich ausschauen. Auch müssen Studierende die verschiedenen Möglichkeiten und Schwierigkeiten ausmachen, welche die verschiedenen Optionen bieten. um ein zukünftiges berufsbild auszuformulieren, müssen Studierende also erst eine bilanz ziehen, um dann darauf aufbauend einen Aktionsplan zu erarbeiten.

Die bewerbung optimieren

Viele Studierende haben Mühe damit, sich für eine Stelle zu bewerben. Sie stürzen sich in den Arbeitsmarkt, ohne sich damit befasst zu haben, mit welcher Methode man Jobangebote erfassen soll und wie man eine bewerbung am besten zur Geltung bringen kann. Die unbeschwertheit, mit der der Einstieg in die berufswelt gewagt wurde, kann sich rasch in Frustration verwandeln. Eine berufsberatung hingegen ermöglicht es den Studierenden, von objektiven Ratschlägen zu profi tieren, um ihre Vorgehensweise zu verbessern. Es ist unabdingbar zu lernen, Stellenangebote aufzustöbern, den Lebenslauf zu strukturieren und ein Motivationsschreiben individuell zu gestalten, um seine Chancen zu steigern, einen Job zu finden.

Ein bewebungsgespräch führen können

Eine weitere schwierige Etappe auf dem Weg in die Arbeitswelt ist das bewerbungsgespräch. Nicht jedem fällt es leicht, seine Emotionen zu kontrollieren und die Ruhe zu behalten, wenn einem der potentielle zukünftige Arbeitsgeber gegenüber sitzt. Es ist nur allzu schwer, sich selbst ins beste Licht zu rücken, wenn man nervös und ängstlich ist. Die wiederholte Erfahrung unangenehmer Vorstellungsgespräche kann einen grossen Verlust des Selbstvertrauens zur Folge haben.

Auch wenn es eine stark einschüchternde Wirkung haben kann: Dieses Gespräch ist unumgänglich für den Einstieg in den Arbeitsmarkt. Die berufsberatung kann Studierenden im Hinblick auf ein bewerbungsgespräch durch die Vermittlung von Kommunikationstechniken und Methoden zum Stressabbau helfen, sich in dieser Situation besser zu beherrschen.

Wohin soll man sich wenden?

Die berufsberatung, welche ursprünglich vor allem in Nordamerika zur Anwendung kam, hat sich von den Achtziger Jahren an auch in der Schweiz stark verbreitet. Ein paar Klicks im Internet beweisen, wie umfangreich die Angebote heutzutage sind. Tatsächlich bieten verschiedene Stiftungen, beratungsdienste und unabhängige eine unmenge von Dienstleistungen an, welche Studierenden den Einstieg in die berufswelt erleichtern sollen. Das beratungsunternehmen sollte, mit blick auf diese vielen Angebote, mit bedacht ausgewählt werden. Dabei sollte man als Klient vom ersten Informationsgespräch an darauf achten, ob sich eine für die beratung nötige Vertrauensbasis etabliert.

(04.05.2009)

 
 
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