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tipps > Heft 007

Curriculum Vitae

You never get a second chance to make a first impression

Er ist der erste Eindruck den man beim potentiellen, zukünftigen Arbeitgeber hinterlässt : der Lebenslauf. Doch wie soll er wirken: Seriös und bieder? Oder doch lieber künstlerisch und originell? Immerhin ist es der erste Schritt für eine erfolgreiche bewerbung. Der Frage, wann was erwünscht ist und was überhaupt nicht geht, sind wir nachgegangen und stellen euch nun im Folgenden drei Arten von Lebensläufen vor und was ihr beachten müsst.

Der Lebenslauf für kreative berufe:

Wer einen kreativen beruf, zum beispiel in der Werbebranche, anstrebt, muss schon bei der bewerbung beweisen, wie kreativ er ist. Erlaubt ist vieles. Obam Morgen dem Chef ein riesiges plakat von der Türe entgegenstrahlt oder aus dem Lebenslauf ein kleines Magazin geworden ist. Wer in die Werbebranche will, muss Werbung machen können, die aus der Menge heraussticht. Das muss auch dein Lebenslauf. Klare Regeln gibt es keine, doch auch in der Werbung gibt es ein paar Grundsätze, an die ihr euch halten solltet:

1. Weniger ist mehr: Auch wenn in deinem Kopf hundert gute Ideen herumschwirren, entscheide dich für eine.
2. Der Weissraum: Deine Idee steht im Zentrum und ist auf den ersten blick erkennbar. Darum herum steht möglichst wenig. Keine überfl üssigen Verzierungen, keine weiteren bilder. Nichts.
3. Harmonische Linie: Wähle nur eine Schriftart und zwar eine möglichst leserliche. Gestalte alles im gleichen Stil.
4. Das bild: Ausgefallene bilder sind erlaubt, ja sogar erwünscht. Trotzdem muss es noch professionell aussehen. Also, Hände weg vom partyfoto!

Trotz der ganzen Kreativität nicht zu vergessen: Die Grundlagen der bewerbung bleiben gleich. Wie für jeden Lebenslauf müssen auch hier sämtliche Daten mitgeliefert werden und zwar wenn möglich in einem klassischen A4-Format. Denn auch in einer Agentur muss dein Lebenslauf irgendwo aufbewahrt werden.

Der Lebenslauf für soziale berufe:

Wer einen sozialen beruf ergreifen will, wie zum beispiel Kleinkinderzieher oder einen beruf im Altersheim, muss besonders seine einfühlsame Seite hervorheben. Der Lebenslauf darf nicht zu steif und unpersönlich sein, aber auch nicht zu kreativ und ausgefallen. In diesem Lebenslauf stehen du und dein soziales Engagement im Vordergrund. beschreibe hier ruhig etwas näher, was du schon alles gemacht hast und wo du tätig warst. pass aber auf, dass dein Lebenslauf trotz allem professionell daher kommt. Also möglichst schnörkellos und nicht mit Farben experimentieren. beim Foto musst du dich nicht strikt an Regeln halten. So kannst du zum beispiel ein Foto von dir bei der Arbeit beilegen. Dies zeigt, dass du motiviert bist. Wichtig ist aber, dass man dein Gesicht erkennt und dass du lächelst.

Der Lebenslauf für businessberufe:

Seriös, fehlerfrei und sauber. So sollte der perfekte businesslebenslauf sein. Denn: "Der Lebenslauf ist der erste Eindruck, den wir von einem Kandidaten haben." erklärt uns beat Wagner, partner bei der fsb unternehmensberatung in personalfragen AG. Jeden Tag landen zahlreiche Lebensläufe auf seinem Tisch. Die beruflichen Qualifi kationen stehen bei der Beurteilung im Vordergrund. Die Auswahlkriterien seien hart aber fair." Jeder hat die Möglichkeit einen guten Lebenslauf abzuliefern. Es braucht einfach etwas Zeit und Aufwand." Diesen Aufwand ist es wert. Denn die Stellen in der Wirtschaft sind hart umkämpft. Inhaltlich ist es wichtig, dass der Lebenslauf fehlerlos und vollständig ist. besser man schreibt, dass man einmal arbeitslos war, als einfach eine Lücke zu lassen. Falls man nämlich in die engere Auswahl kommt, wird mit Sicherheit alles aufgedeckt. Ausserdem sollte der Lebenslauf immer aktuell sein. "Wir interessieren uns besonders für die letzten paar Jahre sowie die aktuelle Tätigkeit." Doch nicht nur inhaltlich muss der Lebenslauf überzeugen. Formell sollte der Lebenslauf eines Studenten nicht mehr als ein, maximal zwei Seiten umfassen. Auch rein optisch kann man einen guten von einem schlechten Lebenslauf unterscheiden. Sauber und übersichtlich muss die perfekte bewerbung sein. "Die wichtigsten Informationen sollten auf einen blick erkennbar sein, sonst werden sie schnell einmal überlesen."

Das muss rein in deinen Lebenslauf:

1. personalien: Name, Adresse, Natelnr., E-Mail, Geburtsdatum, fakultativ auch photo, Hobby und nebenberufl iche Tätigkeiten
2. Ausbildung/ Schule: Abschlüsse und Diplome mit genauer bezeichnung und Datum
3. berufserfahrung: genaue Dauer und Daten, kurze Jobbeschreibung
4. Sprach- und IT-Kenntnisse

Do's:

Tabellarisch: übersichtlich und strukturiert
1-2 Seiten: kurz und bündig
Alles gleich gestalten: Linksbündig setzen, gleiche Schrift, das gibt Struktur und ist leserfreundlich
Kopfzeile: schafft Übersicht, auch auf Seite zwei

Dont's:

Partyfotos: lächeln ja, aber nicht mit 2 promille!
Kunterbunt: weniger ist mehr, eine Farbe reicht völlig aus
Rechtschreibfehler: nimand wil iemand der kein deutsch kan
Von Hand geschrieben, oder noch schlimmer: ergänzt!
Flecken und Eselsohren: Lebenslauf jedes Mal neu ausdrucken!
Unzählige Hobbys: drei reichen und auch diese sollten ohne grosse Erklärung auskommen!

(04.05.2009)

 
 
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