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Jeder Mensch hat sich im Laufe seines Lebens eine oder mehrere Entscheidungsstrategien angeeignet. Sei es emotional, rational oder zufällig, man wählt aus einer Pallette von Alternativen aus und verfolgt dann die eingeschlagene Richtung. Entscheidungen sind auch mit Verantwortung verlinkt - man will aktiv das Leben gestalten und es in eine Richtung lenken.
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Kennst du es dennoch, dieses beklemmende Gefühl, die falsche Wahl getroffen, dich geirrt zu haben? Gerade jetzt, da die Jobsuche und der Einstieg ins Berufsleben ganz oben auf der Liste stehen und du an einem Wendepunkt im Leben angekommen bist.
Um es gleich zu sagen: Eine Wahl zu treffen, kann nicht umgangen werden - auch indem wir uns nicht entscheiden, entscheiden wir uns auf indirekte Art und Weise für etwas.
Wie sieht es aber konkret in der Berufswahl aus? Mal abgesehen von den einzelnen Bedingungen wie Beruf, Gehalt, Arbeitspensum etc... Sagt bei dir Kopf oder Herz, wie du dich in beruflicher Hinsicht entscheidest?

Der nachfolgende Test kann dir keine Entscheidung abnehmen. Er soll dir aber helfen, dich selber besser kennen zu lernen. Nur eins solltest du dir vor Augen halten: Es wird nur eine Tendenz angegeben. Schliesslich verfügt jeder über einen Kopf und ein Herz (und noch einiges mehr). Ideal wäre es demnach zu hören, was beide einem zu offenbaren haben.
Wenn ich in den Ferien bin:
E) sind mir die Menschen, mit denen ich reise, am wichtigsten.
Z) ist mir Erholung, schönes Wetter, tolle Menschen, etc. am wichtigsten.
V) ist mir eine sichere, unfallfreie Reise am wichtigsten.
Eine Prüfung steht an. Ausgerechnet am Vorabend der Prüfung lässt mein bester Freund seine Geburtstagsfete steigen:
E) Ich gehe nicht an die Party.
V) Ich gehe an die Party.
Z) Weiss nicht. Kommt auf den Tag und das Examen drauf an.
Wenn ich an meine Kollegen denke, die studieren, was statistisch gesehen der «sicherste» Weg ist:
E) finde ich das ganz gut, aber verspricht es auch das Glück
V) finde ich das ganz gut, aber das genügt nicht...
Z) finde ich das lächerlich, weil «wer weiss, was morgen kommt».
Wenn ich mit jemandem diskutiere, argumentiere ich mit:
Z) was mir gerade dazu einfällt.
E) einem leidenschaftlichen Plädoyer.
V) Ethik und Moral.
Ich gehe etwas trinken. Mein Getränk suche ich mir aus nach:
V) dem Preis.
E) dem Lustprinzip.
Z) es ist mir egal, was ich trinke.
Wenn ich an meine Karriere denke, hoffe ich:
Z) einen Job zu bekommen.
E) ein tolles Arbeitsklima zu finden.
V) ein gutes Gehalt sichern zu können.
Wenn ich eine wichtige Entscheidung treffen muss, ist es für mich am wichtigsten, dass:
V) ich die best mögliche Wahl treffe.
E) ich glücklich sein werde.
Z) mein soziales Umfeld auch einverstanden ist.
Wenn ich mich spontan für etwas entschieden habe, ist das Resultat:
V) meistens schlecht und unbefriedigend.
E) meistens in Ordnung.
Z) meistens das best mögliche.
Wenn ich in einer Tätigkeit meinen Emotionen keinen freien Lauf lassen kann:
V) ist das umso besser.
E) ist das eher eine Tortur.
Z) bah, das kann man doch nicht so sagen.
Wenn ich über meine Gefühle sprechen soll:
E) mache ich das gerne.
Z) weiss ich manchmal nicht so genau, was man von mir erwartet.
V) fehlen mir oft die Worte.
E: Emotionen steuern meine Entscheidungen. In Bezug auf deine berufliche Zukunft, ist es für dich besonders wichtig, eine Arbeit zu finden, die dich emotional befriedigt. Geld steht an zweiter Stelle, was aber nicht heisst, dass du auf der Strasse landen willst. Du fühlst oft, was gut für dich ist. Manchmal ist das aber gar nicht so einfach - sofern du dir dies auch zugestehst. Diese rauen, emotionalen Seestürme, die dich ab und zu richtig durchschütteln.. Oh, wär da doch ein Leuchtturm... Wir wollen aber nichts dramatisieren. Es sind ja nur einige Tränen, einige Fehltritte und ein Haufen emotionaler Kämpfe!
V: Vernunft steuert meine Entscheidungen. Deine Leidenschaft sind logische Arbeitsaufgaben. Was du rational nicht begreifen kannst, ist für dich gleich weniger interessant. Das heisst, einen Job zu finden, der deinen Verstand nährt und dazu gut bezahlt ist, wäre ideal. Natürlich bist du auch auf einen guten Umgang mit deinen Arbeitskollegen angewiesen. Deine Leistungen sind jedoch nicht davon abhängig. Aber Achtung, denn bekanntlich ist jede rationale Entscheidung an Gefühle, Vorlieben und Neigungen gekoppelt! Aber eins ist sicher; du schmiedest dir das Glück selbst - oder zumindest denkst du, dass du es tust!
Z: Zufall steuert meine Entscheidungen. Wer in deinem Leben entscheidet, bist oft nicht du. Es kommt so, wie es kommen muss und alles hat seinen Grund. Aber was willst denn du? Andere schreien manchmal ihre Vorlieben, ihre Ziele und Kriterien nur so heraus. Du nicht. Du schaust zuerst nach links und dann nach rechts, und wenn sich dann etwas ergibt, ist das ok. Oder anders gesagt, warum solltest du entscheiden, wenn es doch andere tun können? Das grenzt nicht an Faulheit oder «Meinungsarmut». Es ist eher eine Einstellung zum Leben, nämlich eine passive. Was solls, das Wetter kannst du ja auch nicht beeinflussen.