tipps > Heft 002

Fred Bürki - Schlagzeuger

Schlagzeuger

Musik gehörte schon immer zu meinem Leben. Als Kind spielte ich zuerst in Blaskapellen, später in Rockbands. Meine Eltern unterstützten mich, weil sie vor allem wollten, dass ich etwas lerne, was mir gefällt. Daher musste ich nicht lange überlegen. Musiker zu werden bedeutet, dass ich mich wenigstens fünf Jahre lang nur der Musik widme. Zum (guten oder schlechten) Musiker werde ich nicht durch die Schule, sie bietet lediglich das nötige Werkzeug dazu. Ein Ziel war auch, möglichst viele Musiker kennen zu lernen.

Aufgaben

Mein Ziel ist es, genug Geld zu verdienen, um angenehm von meiner Leidenschaft leben zu können. Ich habe ein regelmässiges Einkommen, das sich aus Musikunterricht, Bühnenauftritten und Studioaufnahmen zusammensetzt. Ich unterrichte wöchentlich an drei Nachmittagen je etwa 4 Stunden. Die restliche Zeit verteilt sich auf persönliche Arbeit mit dem Instrument und die Umsetzung von Projekten (Proben, Kreation). Ich entdecke die Schwierigkeit des Musikerberufes durch die Fragilität des Erreichten und die ständige Bewegung der Musikszene. Man muss immer auf dem Laufenden sein und sich erneuern, aber gerade diese Schwierigkeiten machen den Beruf spannend. Meine Projekte könnt ihr auf dieser Homepage entdecken : myspace.com/alfredPacabardTrio oder auf myspace.com/irkoutsk.

Perspektiven

Mittelfristig möchte ich mehr Bühnenarbeit machen und die Unterrichtsstunden reduzieren. Mir ist aber auch klar, dass ich durch sie freier in der Wahl meiner Projekte bin. Dank einem festen Einkommen kann ich musik machen, die mir gefällt, ohne auf ihre Rentabilität zu achten.

Ausbildung (von Georges Robert, Leiter der Jazzabteilung am Konservatorium Lausanne)

Im Februar 2006 hat der Waadtländer Grosse Rat entschieden, die Sektion musikhochschule der EJmA (Schule für Jazz und aktuelle Musik) zu schliessen und eine neue Jazz-Abteilung am Konservatorium Lausanne zu eröffnen. Wir bieten seit September 2006 einen Bachelor «Jazz und aktuelle Musik» an und werden ab September 2009 einen Master in 3 Bereichen anbieten (Pädagogik, Performance und Komposition). Die Kandidaten müssen eine Zulassungsprüfung bestehen, die aus einen instrumentalen und einem theoretischen Teil besteht. Das musikalische Niveau der Kandidaten wird geprüft (Zusammenspiel, Improvisation, Gehörschulung), wie auch musiktheoretische Kenntnisse (ohr, Harmonie, musiklehre). Der Bereich «Jazz und der aktuellen Musik» ist ein sehr dankbarer, der es den Jungen erlaubt, sich zu entfalten, zu reisen, Musiker aus der ganzen Welt kennen zu lernen und ihre Liebe zur Musik mit einem grossen Publikum zu teilen. Die Anzahl der Festivals und Klubs ist steigend und das Angebot war noch nie so gross. Jemand, der kreativ, ehrgeizig und gut organisiert ist, kann weit kommen. Ausserdem spielt die Kreativität in diesem Bereich eine grosse Rolle und jeder muss sich seinen eigenen Weg suchen. Eine umfassende Ausbildung in Praxis und Theorie ist und bleibt das bestmögliche Rüstzeug für einen jungen Musiker.

 
 
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